Unappetitlicher Zustand

  Mein Kopf ist sowas von leer, dass ich Angst habe, es tropft rein beim nächsten Regenguss. Wenn ich dann geflutet bin, kann ich vielleicht weinen. Danach ist mir eigentlich zumute, aber unabwendbar kämen wohl Fragen auf, Fragen, die ich zu beantworten hätte. Kann ich aber nicht. Es kommt in Wellen. Im einen Augenblick ist …

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Er schläft

Er schläft und schläft. Und wenn er nicht schläft, schreit er laut und so lange, bis er entweder gestreichelt wird oder etwas zu fressen bekommt. Langsam humpelt er zum Futter, dann kurz raus in den Garten, aber keine Runde drehen. Nur etwas Regenwasser trinken, sein Geschäft erledigen, in direkter Nachbarschaft. Kurz die Nase in den …

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Scotty!

Ach, ich vermisse Wiesbaden! Habe ich mit der Nachbarin noch draußen gesessen, diese lauen Nächte laden ja geradezu dazu ein. Mit Kerzenschein, Katzen und kühlen Weißwein haben wir es uns gut gehen lassen und geplaudert. Auch einen kurzen Regenschauer haben wir unbeschadet unter unserem Dach überstanden. Zusammenrücken war angesagt, und da bot es sich doch …

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Wohnraum- und Wetterwechsel Reha 4.7

Weia. Als ich heute morgen in meinem Reha-Bettchen wach wurde, musste ich nochmal das Zimmer um mich rum archivieren. So zur Erinnerung. Soooo lange war es mein Zuhause und schließlich habe ich mich irgendwann eingerichtet und wohlgefühlt. Ich habe von meinem „wirklichen“ Zuhause fast nichts vermisst. Der Lieblingsmann, die Kater und mein Garten, so dachte …

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Krebse sind innen ganz weich – Reha 4.4

Hab einen schönen Tag! Danke, du auch! Was heißt das, einen schönen Tag haben? Ich bin gestern mit Brummschädel aufgewacht und erwartete gar nichts mehr vom Tag. Nur, dass er vorbeigeht. Dass es mir besser geht. Die Reha ist fast fertig. Mitte der Woche war ich froh, nach Hause zu kommen. Inzwischen erfasst mich Wehmut. Mut, …

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Reha 4.1 – Stimmungswechsel

Boaaaa, ich weiß nicht, was los ist. Die Leute hier nerven mich, ich kann das Geschwätz über Essen und Therapien und Wiesbaden nicht mehr hören. Ich kann keine Trainingsanzüge mehr sehen, keine Gehhilfen, keine Rollatoren, keine Alte-Leute-Kleider, keine fertigen Gesichter. Ich bin grad völlig kontra. Gleichzeitig sind meine Gedanken überall, nur nicht hier. Mein Herz …

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Gelesenes, Abbitte und Abendgestaltung – Reha 3.6

Gestern habe ich mal wieder ein Buch ausgelesen, Paolo Giordano, Die Einsamkeit der Primzahlen. Ziemlich weit hinten hat mich eine Stelle sehr nachdenklich gemacht: Seite 328: „Mattia dachte, dass am Ende nur noch dies blieb, dass die Liebe der Eltern einzig in kleinen Fürsorglichkeiten Ausdruck fand, im Interesse an Alltagsdingen, nach denen sie sich jeden …

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