Farbtupfer, Mini-Etüde und dringender Appell

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Mini-Etüde* an: Meine ersten Mini-Vasen, alle ein bisschen schief, aber das ist eben Zeichen echter Handarbeit. Hach, und mit einem Zweig Forsythien in leuchtendem Gelb, das wär sicher schön. Die hängen aber zu hoch und sind leicht erforen, und das gäbe ein lächerliches Bild ab, mit  solch verknautschten traurigen Blüten. Mini-Etüde aus

Ich hab zu nichts Lust, komme jeden Tag müde und ausgelaugt von der Arbeit, während ich von anderer Leute Langeweile und Müßiggang, Homeoffice und Zeitmanagement lese. Ich weiß, viele Menschen haben jetzt echte Existenzsorgen, die ich mir zum Glück so schnell nicht machen muss. Mein eigenes Jammern ist Jammern auf höchstem Niveau, das ist mir klar. Dennoch, Jammermodus an:

Zum Beispiel das Fahren auf der Autobahn…
Klar, schön leer ist es zur Zeit. Aber, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, bedeutet das automatisch das Außerkraftsetzung jeglicher Geschwindigkeitsbegrenzung? Darf ich jetzt mit 140 über 80er-Autobahnteilstücke brausen? Oder bedeutet das, dass ich jetzt einfach so die Fahrspur wechseln kann, und wenn ich dann doch noch irgendwie bemerke, dass ich da grade Jemanden geschnitten habe, noch schnell den Blinker setze, und alles ist gut?  Ich brauche zwar nur  etwa halb so lange zur Arbeit wie sonst, bin dafür aber maximal gestresst, bis ich ankomme. Und dabei könnten wir alle ganz entspannt zur Arbeit rollen.

Noch haben wir deutlich mehr Verkehrstote (im Durchschnitt so etwa 230 pro Monat) als Corona-Tote in Deutschland. Es wird vermutlich nicht so bleiben, aber wir könnten proaktiv dafür sorgen, dass nicht auch noch die Zahl der Verkehrstoten zunimmt. Bitte!

 


 

*Die Etüden findet ihr wie immer bei Christiane, diesmal mit einer Wortspende von Elke H. Speidel und ihrem Blog  Transworte auf Litera-Tour . Auch, wenn es zu mehr diesmal nicht gereicht hat: Vielen Dank an euch!

12 Gedanken zu “Farbtupfer, Mini-Etüde und dringender Appell

  1. Hübsche kleine Vasen und reizende kleine Etüde.
    Deine Anmerkung zum Verkehrsverhalten kann ich zwar nicht von einer Autobahn bestätigen, aber auf der normalen, ansich leeren Bundesstrasse habe ich ähnliche Beobachtungen gemacht, dass dort anscheinend manche ihren Frust aggressiv ausagieren. Sehr schade, wenn diejenigen, die ihre Wege zur Arbeit fahren, und dafür sorgen, dass etwas weiterläuft, auf diese Weise gefährdet werden.

    Gefällt 2 Personen

  2. Miniaturen sind eine sehr geschätzte kleine Form, auch bei den Etüden! Gern mehr, schön, dass du etwas beisteuern magst!
    Ich glaube, dass viele Leute mit den ständigen Aufrufen zur Solidarität, zum Getrennt-aber-Kuscheln, zum Rücksichtnehmen überfordert sind, einfach weil ihr anderes Erleben so anders ist. Und die reagieren sich dann zum Beispiel im Auto ab. Ja, das gibt es schon immer, und ebenfalls ja, ich glaube, jetzt ist/wird es schlimmer werden, je länger der Lockdown andauert. Lagerkoller etc.
    Keine leichte Zeit.
    Komm du immer gut da an, wo du hinmusst/-möchtest, und pass auf dich auf.
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 1 Person

  3. Gudi

    Guten Morgen meine Liebe,

    ich kann mich den Gedanken der anderen nur anschließen! SCHÖNE VASEN!!!!!

    Ich sehe nur Nordic-Walking Menschen, die ihre Stöcke aggressiv in die Erde stoßen, das ist sicherlich so etwas Ähnliches, wie auf der Autobahn.

    Atmen ….. das hilft!
    Herzliche Umarmung

    Liken

  4. Pingback: Schreibeinladung für die Textwoche 14.20 | Extraetüden | Irgendwas ist immer

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