Der Unterschied zwischen Sein und Haben – eine Wohnwagendystopie

Für die Abc-Etüden bei Christiane, Spielregeln etc. findet ihr hier.https://365tageasatzaday.files.wordpress.com/2019/06/2019_2829_1_300.jpg


 

Der Unterschied zwischen Sein und Haben – eine Wohnwagendystopie

So eine Schei… , diesen Geburtstag hab ich mir ganz anders vorgestellt! Harmonisch und in wundervoller Umgebung einen durch und durch schönen, erholsamen Tag verbringen. Stattdessen sitze ich jetzt hier mit kalten Füßen im ebenso kalten Wohnmobil auf dem Standstreifen der Autobahn, während mein mir angetrauter Ehemann laut schimpfend bis zur nächsten Notrufsäule läuft. Und warum? Weil ich mein Handy zu Hause vergessen hab und seins leer ist, weil der doofe Gleichrichter nicht funktioniert. Ja, ich weiß, hätte ich ihn nicht fallen lassen sollen…,  aber ich habe das I-Pad aufgeschnappt, immerhin. Beides konnte ich nicht schnappen, und wäre er, der mir angetraute Ehemann, nicht wieder viel zu nah aufgefahren, hätte es auch diese Vollbremsung erst gar nicht gegeben. Warum dann aber jetzt die Warnleuchte für Bremsflüssigkeit leuchtet? Keine Ahnung. Vielleicht war da doch der Marder am Werk, den wir gestern Abend noch so niedlich fanden, als er sich putzend vor dem Wohnmobil saß. Stadtidioten, die wir sind, haben wir (also er) das Handy gezückt und die letzten Batterieprozente mit Knipsen verballert. Mein Vater, den wir dann auch nicht mehr anrufen konnten, hat hoffentlich die Gasflasche vom Hof geräumt, denn wie sich später herausstellte, haben wir die leere Gasflasche wieder eingebaut und die volle dann wohl stehen lassen. Vermutlich neben meinem Haustürschlüssel, denn der ist auch nicht mit an Bord. Ich wünsche mir nur, er hängt nicht noch im Türschloss, aber wer weiß das schon genau. Wir wollten nur weg, endlich ein paar Tage raus, mal abschalten. Nun haben wir nicht, nun sind wir abgeschaltet. Und abgeschnitten. Und abgehängt. Und unsere gute Stimmung gleich mit. Scheiß-Geburtstag. Ich wollte ja eh nichts Großes. Und wenn es jetzt mein letzter sein wird, weil ich an Lungenentzündung verrecke, dann ist das so. Schönes Leben, Nachwelt!


 

Und, nein, wir waren jetzt ein paar Tage weg, aber es war GANZ ANDERS, ehrlich!

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Nur die Sache mit der Leuchte für die Bremsflüssigkeit, die ist echt. Aber wieder ok. Ganz von selbst… Magische Tage…

 

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16 Gedanken zu “Der Unterschied zwischen Sein und Haben – eine Wohnwagendystopie

  1. So kann einem das Leben mitspielen … Wir wollten neulich 3 Tage an die Ostsee, gebucht, gefreut und vorbereitet und unser Mops bekam eine Panikattacke bei seinen „Pflegeeltern“ .
    Außer Spesen nichts gewesen und zu Hause gewesen ( kein Witz!) 🙂 .

    LG Anna-Lena

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  2. Toll beschriebener Horrortrip. Manchmal kommt echt alles zusammen. Ich zähle die Tage bis wir in unserem Bully irgendwo stehn bleiben, hab aber immer nen Ersatzakku fürs Handy dabei. 😅
    Grüße, Katharina

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    1. Danke 😉
      Ja, es ist wirklich schön da ( und ich hatte vorher auch noch nichts davon gehört; was bei mir allerdings auch nicht viel heißt 😉), allerdings ist zur Zeit die normale Zufahrt gesperrt (Umleitung) und für Fahrräder fuhr die Fähre wegen technischer Probleme nicht. Falls du also mal hinfahren möchtest, stell dich lieber darauf ein 😅
      LG Hummel

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  3. Pingback: Etüdensommerpausenintermezzo 2019-I: Die Sache mit dem Adventskalender | Irgendwas ist immer

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