Vorbei

Schon vorbei.
6 Tage am Meer.
6 Tage lang immer die gleichen Bilder von Wellen, Himmel, Horizont; ein paar Menschen, die hin und her gehen, ein paar Pferde bei Ebbe, die an der Küste entlang galoppieren, gut gelaunte Hunde, kreischende Möwen.
6 Tage früh ins Bett fallen und lange schlafen und einfach erfrischt wach werden.
6 Tage lang Frühstück mit Meerblick.
6 Tage lang braust es in meinen Ohren, und was soll ich sagen? Es braust noch immer.
Ich höre noch den Wind und das Meer, und rieche das Salz und spüre den Sand und das Brennen auf meinen Wangen.

Obwohl der Garten hier so toll grün und bunt geworden ist in nur einer Woche, die Vögel um die Wette zwitschern und auch der Vater schon wieder unüberhörbar ist. Es braust noch in meinen Ohren und vor meinen Augen rollt noch die Flut heran. Wie bei einer Doppelbelichtung. Ich sehe die Katze neben mir, eingerollt und friedlich, und sehe gleichzeitig das Meer. Als hätte es sich ein wenig auf meiner Netzhaut eingebrannt. Als wäre es in meine Ohren gekrochen und mir unter die Haut gegangen.

In nur sechs Tagen.

 

 

5 Gedanken zu “Vorbei

    1. Ich weiß nicht, ob es so eine Art Sucht ist. Es gibt Orte, die sind mehr meins. Grüner. Mehr Getier. Leiser. Da komme ich eher zu mir. Die Nordsee einverleibt sich mich. (Ist das Deutsch?) Und ist das zu verstehen? Sie packt mich, schüttelt mich (durch Kälte 🤣) und bläst mir Wind unters Hirn. Ich fühle mich dabei weniger, passiver, leerer als im Grünen, wo ich mich so eingebunden in alles und so willkommen fühle.
      Vielleicht ist es eine Frage, was man/ich gerade braucht?

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