Wenn der Mond

Wenn der Mond morgens
silbrig am Himmel steht
stelle ich mir vor,
dass ihr dort seid.

Oma harkt in ihrer Kittelschürze
gebeugt in einem Blumenbeet.
Kurt winkt und zieht an seiner Zigarette.
Mami prostet mir mit einem
Pils-Himbeer in der Hand zu:
Na, mein Mädchen, alles gut?

Frank sammelt Holz und Federn,
während Tante Paula süße Erdbeeren
auf den Tortenboden legt.
In meiner Vorstellung ist es schön
dort oben auf dem Mond,
sonnig und blumig und heiter und süß.

Und auch du bist dort, weil alle,
die weit weg sind von mir,
dort oben ihren Platz haben.

So grüße ich euch,
jeden Morgen,
wenn der Mond
silbrig am Himmel steht.

 

 

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