Nicht mehr weit

 

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Foto: Pixabay

Wenn die Sonne so schräg
durch das Fenster scheint,
die Gardinen und mich
zum Leuchten bringt,
dann ist der Frühling nicht mehr weit.

Wenn die Katzen patschnass
und dreckig hereinspazieren,
ihr Futter ignorieren und
wie wildgewordene Pferdchen
durch die Wohnung hüpfen,
dann ist der Frühling nicht mehr weit.

Wenn die Narren sich beruhigt
und die Geburtstagskinder gefeiert haben,
die Fastenzeit anbricht und bei Brigitte
die Diäten in den Vordergrund rücken,
dann ist der Frühling nicht mehr weit.

Dann kaufen wir Blumen und sähen Gemüse,
trinken alkoholfrei und essen nichts Süßes,
und um den Körper zu ertüchtigen
wird gelaufen, geradelt und gerannt.

Doch der Frühling ist kurz.

Zu schnell ist es Sommer, die Hitze gar schwitzig.
Der Garten, er dürstet. Wir eher nicht,
zu lecker die Bierchen, die Weinchen, die Würste,
gegrillt mit Saucen und Broten und herrlichem Beiwerk.
Die Pfunde, sie kommen auf unsere Rippen,
auch Süßes kommt wieder über unsere Lippen.
Der Sommer ist Fülle, in jedweder Hinsicht.

Der Herbst dann wird Einkehr, der Winter ganz kalt,
da muss er uns schmeicheln mit Weihnachten halt.
Und was wir uns anfuttern über das Jahr,
das wird uns im Frühjahr dann so ganz klar.

Wenn der Frühling nicht mehr weit ist.

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