Der große Vogel

Plötzlich stand er vor mir, etwa zwei Meter entfernt, und guckte mich an. Ich verharrte in der Bewegung, um ihn nicht zu erschrecken, er aber hüpfte noch ein paar Schritte auf mich zu. Erstaunt sah ich ihn an. Wer war er? Was wollte er? Hatte er mich – gefunden? So jedenfalls schauten seine dunklen Knopfaugen mich an. Triumphierend.
Ha, hab ich dich!
Eine Weile starrten wir uns an. Es fing leicht zu regnen an, und sein Gefieder glänzte bläulich-schwarz, als er einen seltsamen Tanz begann. Immer den Kopf hoch und runter, leicht tänzelnd, bewegte er sich doch nicht von der Stelle. Auf Abstand bedacht? Als ein Auto um die Ecke bog, stieß er einen markerschütternden Schrei aus und stob davon, hoch in die Luft und war schnell außer Sicht. An der Stelle, wo er gesessen hatte, war ein gescharrter Kreis entstanden. Im Vorbeigehen blitzte etwas auf. Ich bückte mich und sah: ein Centstück, feucht und glänzend.
Ein Glückspfennig.
Ein Stück vom Glück.

 

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