Notbremse

Es ist erstaunlich, wie sehr mein Körper immer wieder die Notbremse zieht. Ich kann mich darauf verlassen, wenn ich „die Nase voll“ habe oder einen „dicken Hals“, dann gibt es etwas, was nicht verarbeitet ist, was Zeit braucht. Wie Egon Friedell sagt:

Selig sind die Stunden des Nichtstuns, denn in ihnen arbeitet unsere Seele.
(Danke für diesen Hinweis, liebe G)

Oder der Kopf hämmert. Und wenn ich dann nicht anhalte, ramme ich mir halt beim Ausräumen der Spülmaschine einen Gabelzinken unter den Fingernagel, auhhh. Und wenn ich dann immer noch nicht anhalte, werde ich zu einer Gefahr für andere. So geschehen für die Rollerfahrerin am Donnerstag, die an der Ausfahrt vorbeifuhr, aus der ich rauskam. Wir waren wohl beide etwas schnell, aber ich eindeutig die, die hätte besser aufpassen müssen. Nein, es ist außer einem Schreck nichts passiert. Aber ich lerne wieder einmal, dass ich früher aussteigen muss, Ruhe suchen sollte, meiner Seele ihren Raum geben sollte.

„Es ist ganz merkwürdig, wie stark die Menschen im Verfehlen des Richtigen und des Nächstliegenden sind.“ Auch Egon Friedell.
So ist es vielleicht, vielleicht noch, aber dank meines wunderbar weisen Körpers habe ich immer wieder neu die Chance, schneller aufmerksam zu werden, zuzuhören, abzubremsen und es jedes Mal ein bisschen besser zu machen.

 

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