Tag 5

Es ist jetzt 18.43 Uhr und stockdunkel. Ich hasse es!

Die Katzen liegen schlafend um mich rum, die Süßigkeiten sind schon verteilt an die Nachbarsgespenster, und der Tag war – schwupps – vorbei bzw. ist in seine dunkel Phase übergegangen. Was für mich einem „vorbei“ gleichkommt.

Heute morgen haben ich noch genussvoll wach im Bett gelegen und gelesen, der Sonne beim Aufgehen zugeschaut (bzw. ehrlicherweise nur der immer heller werdenden Zimmerwand meine Aufmerksamkeit gewidmet) und dann mit Schwung Sport gemacht, geduscht, gefrühstückt, aufgeräumt, ein bisschen umgestellt, alles so was, was ich bei Licht so mache.

Aber diese Dunkelheit lähmt mich. Körperlich und geistig. Um nichts in den Welt wäre ich jetzt noch rauszulocken, zu Unternehmungen zu überreden.

Meine Dunkelheit ist schwer, zäh. Sie stinkt faulig. Sie ist kalt. Sie wächst und wuchert und ich habe das Gefühl, mich ihrer erwehren zu müssen, um atmen zu können. Sie ist bedrohlich. Und doch will ich üben, ihr zu begegnen.

Morgen, bei Licht, werde ich überlegen, wie ich das anstelle.

 

 

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