5 Gehminuten von hier

Zwischen den Regenphasen scheint die Sonne, der Wind wirbelt die Blätter auf und ich beschließe, meinen Kopf zu lüften und mich ein wenig zu bewegen.

IMG_3984Nein, da geh ich nicht her, ich gehe dahin:

 

Und was seh ich?

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Der Jakopsweg ist überall! Sogar hier. Und zwei Frauen mit riesigen Rucksäcken begegnen mir auch. Sind es tatsächlich Pilger? Mitten in der Stadt? Während ich noch um die Kirche laufe und ein paar Fotos mit dem Handy mache, halten sie an einer Bank – und sind kurz danach verschwunden. Ich ärgere mich, dass ich sie nicht einfach angesprochen habe.

Und wende mich wieder dem Beständigen zu.

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Gut, dass ich nicht gegenüber wohne und dieses Bild des Jammers jeden Tag anschauen muss. Ich frage mich, ob das für den Künstler ein gutes Zeichen ist, wenn ich so denke?

Ansonsten hab ich mir heute die das Jahr 1976 nochmal genauer angeschaut, im Kino, denn „Sommerhäuser“ spielt in diesem Jahr ist und so liebevoll und detailreich ausgestattet, dass meine Erinnerung nur so in mein Hirn purzelten. Allerdings hat mich der Film etwas verstört zurückgelassen mit seiner Geschichte, er windet sich noch in mir, seine Bilder wirken nach.

Zum Ausgleich wäre mir jetzt nach ein bisschen Leichtigkeit, aber draußen ist es dunkel und ich merke, wie diese Dunkelheit mich einschließt und lähmt. Hatte ich nicht vor, mich dieses Jahr mal der Dunkelheit auszusetzen, sie bewusst zu erleben? Es kostet mich Überwindung, nicht das ganze Haus zu erleuchten. Auszuhalten, wie die Dunkelheit meinen Bewegungsradius einschränkt, ja sogar mein Denken wird verlangsamt, es fühlt sich zähflüssig an, es ist anstrengend.

Und diese laute Dunkelheit, die ich gerade noch in der Innenstadt empfand, die Betriebsamkeit in den dunklen Stunden, sie ist mir völlig suspekt. Ich kann sie nur schwer ertragen. Dann lieber einsame dunkle Stunden, ruhige, stille Dunkelheit mit Mondschein nur. Denn wenn ich nachts wach werde, gehe ich gerne ohne Licht durchs Haus. Dann kann ich den schwachen Schein genießen, dann finde ich Licht eher störend. Doch auch in der angenehmen Dunkelheit können meine Gedanken nicht fließen. Sie kreisen eher, verdichten, finden keine Auswege. Geht es euch auch so?

 

 

 

 

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