Der Mann ist fort – Tag 2

Keine Angst, das wird keine Serie. Soooo interessant ist das Alleinsein ja jetzt auch nicht. Aber anders als das Zuzweithiersein ist es schon.

Ich räume mehr auf. Das gibt sich wieder, denke ich, ich finde mich selbst schon spießig. Ständig wische ich irgendwas ab, spüle, räume ich. Wahrscheinlich verschafft mir das die Illusion, alles unter Kontrolle zu haben. Als ob wir jemals etwas unter Kontrolle hätten…

Schon heute morgen war ich kurzfristig aus der Bahn geworfen. Vor der doofen Einfahrt zum Büro, die so schmal ist, dass ich mir damals die Tür verschrammt hab und zu der ich seitdem ein angespanntes Verhältnis habe, vor dieser Einfahrt also hole ich jetzt immer etwas aus. Und wäre heute fast mit einer unbeleuchteten Fahrradfahrerin auf dem Bürgersteig kollidiert! Alles gut gegangen, wir lächelten uns beide etwas unsicher an, aber ich musste tatsächlich kurz abzittern und wieder durchatmen. Zum Glück sangen die Vögel mir ein Beruhigungskonzert in den noch stillen Morgen hinein, und zum Glück war die erste Kollegin, die mir über den Weg lief, wohlgelaunt, so dass ich mich wieder beruhigte. Kontrolle…. Pöhh!

Ich drehe höher als sonst. Mir ist ständig warm. Und ich tue Dinge, die ich sonst nicht tue: Ich begrüße morgens die Enten im Bad, mache seltsame Fotos von unseren Katzen

und male Igel auf die Fensterscheiben.
Wo soll das noch hinführen?

PS: Dem roten Kater geht es besser. Er zerfetzt gerade meine Nusstüte.

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Der Mann ist fort – Tag 2

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