Gestern in der Buchhandlung meines Vertrauens

Während ich mich noch über die in oder andere lustige Postkarte beömmel, dringt plötzlich ein lautes, durchdringendes Gebrüll an mein Ohr.
Ein Kleinkind schreit ich die Seele aus dem Hals, will offensichtlich nicht das, was die Eltern wollen und ausnahmslos ALLE drehen sich ob der Lautstärke und Intensität suchend nach dem kleinen Schreihals um. (Wie sieht jemand aus, der dermaßen schreien kann und offensichtlich gerade auch will?)

Während ich noch im Amüsiermodus bin, gibt es andere, die deutlich angespannter reagieren (Boah, können die das Blag nicht mal in den Griff bekommen?), bis hin zu denen, die den Vorfall wohl als persönliche Beleidigung betrachten (Unverschämtheit! Wer mich bei meinem Einkaufsvergnügen stört, gehört des Landes Ladens verwiesen).

Es bewahrheitet sich mal wieder: Ausnahmslos alles ist geeignet, dass sich unsere eigene Welt darin offenbart, dass uns der Spiegel vorgehalten wird. Die Tatsachen an sich sind neutral, unsere Bewertung der Dinge kommt allein aus uns selbst und unserer persönlichen Geschichte. Und die ist auch noch in Bewegung und kann in jedem Moment anders lauten.

Hach, das Leben ist so aufregend! Danke, Schreikind! Und weil die Sonne so schön scheint, flitze ich jetzt raus! Schönen Sonntag!

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Gestern in der Buchhandlung meines Vertrauens

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