Selbstbeobachtung

Mich selbst zu beobachten ist schon eine spannende Sache.

Anfangs erscheint es mir langweilig, mich hinzusetzen und Ruhe zu haben. Dann sausen mir die Gedanken nur so durch den Kopf. Und wenn ich fokussierter werde, an einem Thema hängen bleibe, kann ich mir selbst beim Geschichtenerfinden zusehen. Ich erzähle mir selbst eine Geschichte, um mir die Welt zu erklären, um mir zu erklären, WARUM ich mich so fühle. Um mich „besser“ zu fühlen. Um nicht das zu fühlen, was ich fühle.
Ich lenke ich mich damit ab von dem Gefühl.

Statt mir einfach nur zuzuhören, zuzusehen, hinzuspüren, wie ich mich gerade fühle und es einfach so ohne Widerstand zu spüren.

Warum Bewertungen vergeben?
Warum, statt mich überfordert zu fühlen, nicht einfach spüren, dass mein Darm in Aufruhr ist, dass ich kurzatmig bin, unruhig, dass meine Schultern nach unten ziehen, mein Nacken angespannt ist, ich ständig Durst habe und das Bedürfnis, etwas zu knabbern.

Spüren, dass die Stille sich aus einem winzig kleinen Punkt in meiner Magengrube mit jedem Atemzug immer weiter ausbreitet in meinem Körper, ich durchdrungen werde von Stille, und schwebe.

Einfach sein.

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