Pläne Pläne Pläne

Zur Zeit: Therapiepläne.

Was eigentlich therapiert wird, liegt immer noch im Unklaren, denn meine Unterlagen, die mir die Aufnahmeärztin abgenommen hat für die Oberärztin, sind anscheinend verschwunden.

Da soll ich mich denn mal drum kümmern, dass wir zumindest das Ergebnis der Knochendichtemessung vorliegen haben, wenn ich dann mal irgendwann (immerhin ist ja schon fast eine Woche um) mit der „Spezialistin für Osteoporose“ sprechen darf. Also habe ich heute morgen dank mobilem Internet meine Orthopädin angeschrieben und um ein Fax gebeten. Mal sehen….

Nein, ich habe sie nicht angerufen, denn dazu war mein Terminplan zu eng. Wer zum Beispiel um 8.00 Uhr KG im Bewegungsbad und um 8.35 Uhr Elektrotherapie in einem anderem Gebäude im 3. Stock hat, der kommt zu nix.

Dafür hab ich morgen dann überhaupt mal einen Termin mit einer Psychologin (verborgen hinter dem schönen Begriff „Sprechstunde“), und dann direkt zweimal bei zwei verschiedenen Damen, 8.35 Uhr und 12.15 Uhr. Dazwischen liegen nur noch die Krankengymnastik und „Information Stressbewältigung“. Ha. Das passt.

Aber ich schweife ab.
Pläne.

Wir Rehabilitanden (auch so ein schönes Wort, obwohl es auch Rehabilitanten in der Mehrzahl der Fälle treffen würde) sollen morgens und abends unser Postfach kontrollieren, weil der Plan sich ja mal ändern könnte. Bisher hat er sich jeden Tag geändert. Und immer wird er für die ganze Restwoche mit ausgedruckt, also Dienstag für Dienstag bis Freitag, Mittwoch für Mittwoch bis Freitag, ihr versteht schon. So habe ich nun schon einen kleinen Stapel Pläne über den Haufen geschmissen.

Überhaupt, Papier bekommen wir jede Menge. Die Unterlagen zur orthopädischen Rückenschule, 32 Seiten. Dann ein „Persönliches Übungsprogramm Median Reha Klinik Aukammtal“, 10 Seiten Übungen, eigentlich zum Ankreuzen und mit Angabe der Wiederholungen, aber die wurden mir einfach so in die Hand gedrückt. Da sind auch Übungen drauf, die ich mit meiner Schulter garrrrr nicht machen soll, aber das fällt wohl unter Selbstverantwortung des Patienten.

Heute beim Vortrag „Ernährung“ gabs Broschüren über Kaffee, Ernährungspyramiden, Diabetes und auch Osteoporose, aber alle herausgegeben von Pharma-Firmen und extrem allgemein gehalten. Und eine Vortragende, für die Stevia eine Marotte und Xylit, also Birkenzucker, anscheinend unbekannt ist, kann ich auch nicht so richtig ernst nehmen.

Insofern bin ich schon auf die „Osteoporosespezialistin“ gespannt, wenn ich sie überhaupt jemals zu Gesicht bekomme. Vielleicht ist sie auch nur ein Geist, der gern erwähnt, aber nie gesehen wird. Gibt’s sowas nicht in älteren Gemäuern? Vielleicht ist das Aufzuggeräusch auch kein Aufzuggeräusch, sondern das Wimmern der Geisterärzte, die endlich zu ihren Patienten wollen. Ich streue jetzt jedenfalls jeden Abend ein paar Brotkrumen bis zu meiner Tür, vielleicht findet sie mich ja dann.

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