Erlebnis Reha – 1.3

Sonntag. Tristesse-Tag.

Über die menschenleeren Gänge gelaufen und Fotos gemacht.

Frühstück eingenommen mit Dieter. Endlich die Frischmilch entdeckt. Dieters Krankengeschichte gelauscht.

(Zu seiner Ehrenrettung muss ich sagen, er ist gar nicht so übel, ich lerne viel von ihm über Wiesbaden, die Menschen hier und das Leben eines Vertreters. Er kann auch zuhören! Kurz. Aber wir arbeiten dran. )

Meinen Tankini img_1739.jpg

samt mir ins hauseigene Schwimmbad getaucht.

Ruhepause. Version 2Lieblingsmann vermisst.

Mittagessen.

Es gab Wirsingsuppe (Wer kennt noch Soylent green? So in etwa war das.), Papprösti, zerstückelte Spargelteilchen in Mehlsoße und – hurra! – Schoko-Erdbeer-Vanille-Eis in so zwei Waffeln. Wusste gar nicht, dass mir das so gut schmeckt! Der gute Dieter wollte mir schon seins auch noch geben, aber nein, ich kann mich ja beherrschen!

Spazieren gegangen.

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Den Apothekergarten gesucht. Und dabei gemerkt, dass ich den schon Donnerstag gefunden hatte. Eigentlich eher ein Wasserlauf mit ein paar Pflänzchen am Rand. Keine Fotos gemacht. Das soll ein Erlebnisausflug sein? Na ja, hier ist ja noch fast Winter, vielleicht wird das ja noch.

Zimmerdeko maximiert.

IMG_1738

Milchkaffee getrunken in der Cafeteria der Klinik unter uns.

Die Klinik unter uns, also die, die am Hang tiefer liegt als unsere, ist die für Orthopädie, Psychosomatik und Rheumatologie. Gehört dem gleichen Träger, also eigentlich alles eins. Aber dort sind die „jüngeren“ Menschen untergebracht (unter 50), in schöneren Zimmern mit deutlich mehr Auswahl in einer deutlich hübscheren Cafeteria. Zumindest munkelte man das und ich wollte mich davon überzeugen.

In der Tat sind dort überdurchschnittlich viele jüngere Menschen. Und Menschen in meinem Alter.

In der Tat sind dort aber auch die Menschen, die, als ich mich mit meinem Kaffee und Buch nach draußen setze, weil es drinnen so wuselig ist, zum Handy greifen, wählen und lauthals in die Freisprechanlage ihres Handys brüllen:

„Doag!“
„Doag. Woas issn?“
„Nix. Gib mer mol bidde de Mudder.“
Mudder kommt.
„Doag. Was issn?“
„Nix. Wollt nur mol höan.“
„Ah so. Hoaschte grad Leerlauf?“
Es folgt eine detaillierte Beschreibung, was „die Kumpels“ so machen, was er vorhatte, dass er aber nun zwei Tage vor der Abreise wieder ne dicke Hand hat, was der Doktor gsoat hot, was die Eltern heute vorhaben (wir fahren nach Rheinhessen) und essen wollen, nämlich nein, kein Schnitzel, lieber Steak. Rumpsteak? Genau, Rumpsteak.

WILL ICH DAS ALLLES WIRKLICH WISSEN? NEIN!

Sowas gibt’s bei uns in der Alten-Reha nicht! So was nicht!

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3 Gedanken zu “Erlebnis Reha – 1.3

  1. Eli

    Ja Heilig’s Blechle, kaum bischd a poar Doag do und schon kinni di koam noch verstohn …. Herrlich … Schaut so aus, als würden deine Follower ein paar witzige Wochen vor sich haben. Halt die Ohren steif, Hummel … und erschreck das Jungvolk nicht (was wissen DIE schon von unseren Leiden) – regst dich nur auf, merkste doch. Wünsche eine gesegnete Nachtruhe und freu mich auf die nächsten Tage – Volldampf voraus in die erste vollständige Reha-Woche … GLG Eli

    Gefällt 1 Person

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